Herzlich Willkommen
Die Zottels – a capella vom Niederrhein
Seit über 30 Jahren haben wir eines der schönsten Hobbies; wir singen. Wir haben von Comedian Harmonists über Bläck Fööss, die Prinzen, Udo Jürgens bis hin zu aktuellen Pop-Songs und auch einigen eigenen ein breites Repertoire im Programm.
Up2date:
Heimproben zuhause – Lothar
Naja…, zusammen ist immer noch nicht… aber wir sind dennoch fleißig.
Interview mit Lothar:
Die aktuellen Zeiten machen uns erfinderisch. Nicht nur was das Singen angeht, sondern auch in anderen Dingen. Statt eines Blogs in Prosaform schreibe ich lieber spontan ein Gedicht. Auch wenn mindestens ein Reim etwas „hingebogen“ werden muss. Viel Spaß beim Lesen!
Corona, Corona, Corona
So schallt es laut von fern und nah
Doch wir wollen unsere Lieder singen
Unsere Töne zum Klingen bringen
Auch das ist momentan nicht möglich
Doch wir bemühen uns stets redlich
Zu singen wie es jetzt noch machbar ist
Auch wenn manches schmerzlich ist vermisst
Dann machen wir es „neumodern“
Auf das man uns trotz allem hört
„Digital“ ist jetzt die angesagte Masche
Ich früher dazu doch nur lachte
Egal – Hauptsache wir singen
Auch so es wird uns weiterbringen
Dann singen wir halt in den „Computär“
Johannes, Thomas, Michael, Roland und der „Lothär“

Es ist anders… aber’s geht: Zusammen live Singen über’s Internet…
Gewöhnungsbedürftig… Erster Versuch heute Abend, über’s Internet zusammen zu singen…:
Die meisten bekannten Video-Chat-Portale oder Telefon-Konferenz-Systeme haben zu lange Latenzen, als dass man musikalisch etwas zusammen zustande bringen könnte.
Es gibt ein Projekt, was dies optimiert – ganz ohne Verzögerung geht es über’s Netz sicherlich nicht -, aber so zu reduzieren, dass gemeinsam musizieren in die Richtung des Machbaren kommt. Jamulus heißt die Software, über die dies umgesetzt werden kann.

Um die Latenzen möglichst gering zu halten, sind einige technische Voraussetzungen nötig: Der PC sollte per Kabel und nicht über WLAN am Netz hängen, es ist ein über USB-angeschlossenes kabelgebundenes Headset nötig, zudem ein extra Asio-Audio-Treiber, der die System-Latenzen zusätzlich reduziert.
Thomas hatte mit seinem Headset heute technische Probleme, weshalb wir nur zu viert testen konnte. Für die nächste Probe sollte das aber behoben sein, das wir dann alle zusammen singen können.
Es gibt einen Zeitversatz von ca. 50 bis 70 ms – akustisch, als wenn man 20 bis 30 Meter auseinander steht -, an den man sich gewöhnen muss und der sicherlich für schnellere Stücke ab Allegro aufwärts die Grenzen setzt, aber Einzelstimmenprobe und langsame Stücke gemeinsam zusammen lassen sich umsetzen; eine neue Möglichkeit, die wir nun mal testen wollen, solange diese Lockdown noch unabsehbar anhält… wir werden weiter berichten :)
Heimproben zuhause – Michael
Naja…, zusammen ist immer noch nicht… aber wir sind dennoch fleißig.
Interview mit Michael:
Die Zeit gerade finde ich zum Singen bzw. für Kultur überhaupt eine ziemliche Herausforderung…

Ich sehe das Problem, dass viele Menschen, die in Chören singen und dies nebenbei tun, einfach sehr viel Übung verloren geht über so einen langen Zeitraum; Stücke, die vorher einstudiert wurden, sind so gut wie „weg“, wieder von vorne anfangen… Nicht nur das, es gab die Herausforderung, die weggefallene Geselligkeit, die Zeit mit anderen Dingen zu füllen in diesem jetzt schon mehr als ein Jahr.
Es mag den ein oder anderen gegeben haben, der das Singen schon an den Nagel gehangen hat, weil er eine andere ihn bereichernde Aufgabe gefunden hat. DIes hab ich schon mehrfach bei anderen Chören erfahren in der Zwischenzeit.
Nicht bei uns – und da bin ich sehr froh drüber -, wir treffen uns jede Woche einmal virtuell und arbeiten inzwischen, wie es geht, jeder alleine für sich zuhause; sei es etwas auffrischen beim Mitsingen unserer CD’s oder nach Vorlage neue Stücke einstudieren.
Ich bin optimistisch. Ich weiß nicht wann, aber irgendwann singen wir wieder zusammen und haben dennoch nicht so viel Probenzeit verloren wie vielleicht andere.